Eva Bierwirth als neue Jugendpresbyterin ins Presbyterium gewählt


Presbyterien sollen nftig zusätzlich zu den gewählten Mitgliedern einen jungen Menschen im Alter zwischen 14 und 27 Jahren in das Leitungsgremium berufen. Damit soll sichergestellt werden, dass die Jugend in jedem Presbyterium vertreten ist. 

Eva Bierwirth wurde im Oktober zur Presbyterin berufen. Sie ist damit die jüngste im Team. Wir freuen uns damit den jungen Menschen unserer Gemeinde eine eigene Stimme im Presbyterium geben zu können. Damit folgt das Presbyterium auch der Aufforderung der Landessynode mindesten einen jungen Menschen ins Leitungsgremium zu wählen.

Interview mit Eva Bierwirth

Du bist gerade fertig mit dem Abitur. Unter Corona-Bedingungen war das sicherlich nicht einfach. Was machst Du jetzt im Anschluss?

Eva Bierwirth (EB): Ich mache zurzeit eine Physiotherapeutische Ausbildung in WuppertalElberfeld im St. Anna Klinikum. (Hier vielleicht noch ein bisschen zur Motivation und Freude daran?)

In deinem Alter gibt es ja vermutlich nicht so viele, denen der christliche Glaube so wichtig ist wie Dir, dass sie sich ins Presbyterium wählen lassen. Wie reagieren Leute um dich herum, wenn Du ihnen davon erzählst?

EB: Meist sind sie erst einmal überrascht. Aber dann doch irgendwie positiv. Gerade zuletzt hatte ich wieder so ein Gespräch mit einer Mitschülerin. Weil viele doch noch Kirche aus Lebenszusammenhängen wie Konfi, Jugendarbeit, Taufen, Trauungen und Beerdigungen kennen, finden sie es total gut, dass jetzt Junge Leute auch in der Leitung von Kirche gehört werden. Sie sagen mir, wenn sich dadurch tatsächlich die Veranstaltungen der Kirche ändern, können sie sich sogar vorstellen auch wieder mal wieder hinzugehen.

Du hast Dich gefreut, als das Presbyterium Dich gefragt hat, ob Du Dir vorstellen kannst mitzuarbeiten. Was nscht Du Dir r Deine Arbeit und r die Gemeinde?

EB: Ich wünsche mir zuerst einmal eine gute Zusammenarbeit mit allen. Ich hoffe auf Offenheit für neue Ideen und den Mut und die Motivation diese Umzusetzen und nicht zu sehr in den alten Strukturen fest steckenzu bleiben. Ich würde mich zudem sehr freuen, wenn wir im Presbyterium eine Atmosphäre leben, wo wir Lösungen suchen und nicht nur über Probleme reden.

Für die Gemeinde wünsche ich mir, dass möglichst alle Menschen dieses Gefühl erleben können, dass ich z.B. im Konfi hatte: ein Gefühl von Heimat und zu Hause sein. Dann hoffe ich, dass Anregungen und Ideendie erst einmal anders sind als das Bewährte auch ihren Platz in der Gemeinde finden.

Du bist ja schon länger in unserer Gemeinde im Bereich der Jugendarbeit unterwegs und hast u.a. auch ein Praktikum bei Manuela Melzer und mir gemacht. Du kennst also die Gemeinde bereits. Wie erlebst Du sie, was gefällt Dir bei uns und was würdest Du spontan anders machen?

EB: Unsere Gemeinde ist für mich wie ein zu Hause. Gerade im Konfirmandenunterrichthabe ich das – wie schon gesagt - so erlebt. Da war Gemeinde für mich ein Raum, in dem man da über Dinge sprechen konnte, die man sonst eher nicht so thematisiert. Aber auch die Jugendarbeit war da für mich immer ein sicherer Hafen. Gemeinde ist generell ein Ort, wo man sich viel unterhält, und auch neue Bekanntschaften über Altersgrenzen hinweg machen kann. Ich würde mir wünschen, dass sich die verschiedenen Generationen von Jung und Alt besser vernetzen und mehr miteinander ins Gespräch kommen. Jetzt in meiner neuen Rolle im Presbyterium möchte ich aber zuerst zuhören und zusehen, wie und was alles läuft in unserer Gemeinde. Bisher habe ich gefühlt da eher nur einen Überblick über die Jugendarbeit.

Was machst Du, wenn du nicht in der Ausbildung bist oder dich für die Gemeinde engagierst?

EB: Ich mache sehr viel Sport. Ich gehe regelmäßig (wo?) Laufen und auch ins Fitnessstudio. Auch Spaziergänge und Lernen, um mich weiter zu bilden sind Dinge die mir in der Freizeit Spaß machen. Ich finde Themen wie der Klimawandel unglaublich wichtig und möchte da für mich selbst lernen, wie man die Welt mit kleinen Schritten zu einem besseren Ort machen kann.

Wo kommst du her?

EB: Ich bin hier in Radevormwald geboren und wohne seit 18 Jahren in Niedernfeld im Haus meiner Großeltern.

Vielen Dank für das Gespräch!