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Wort der Kreissynode des Ev. Kirchenkreises Lennep

    Wort der Kreissynode des Ev. Kirchenkreises Lennep


    GEGEN ANTISEMITISMUS – SOLIDARITÄT MIT JÜDINNEN UND JUDEN

    Die Synode des Kirchenkreises Lennep nimmt seit dem terroristischen Angriff der Hamas
    auf Israel mit Erschrecken auch in unserem Land zunehmende antisemitische Äußerungen,
    Demonstrationen, Gewaltandrohungen und Taten wahr. Bestürzt und mit Sorge sehen wir
    die wachsende Verunsicherung und Bedrohung unserer jüdischen Mitbürgerinnen und
    Mitbürger.

    Wir wissen um unsere besondere Beziehung zu unseren jüdischen Geschwistern. Wir
    verweisen auf den ersten Grundartikel der Ordnung unserer Rheinischen Kirche: „Sie (die
    Kirche) bezeugt die Treue Gottes, der an der Erwählung seines Volkes Israel festhält. Mit
    Israel hofft sie auf einen neuen Himmel und eine neue Erde.“

    Unsere Solidarität gilt der jüdischen Gemeinschaft insgesamt, insbesondere den
    Mitgliedern der Jüdischen Kultusgemeinde in Wuppertal. Die Kreissynode bejaht den Staat
    Israel als Heimstatt und Schutz für jüdisches Leben und sieht in seiner Errichtung und seinem
    Bestand bis heute – mit dem Beschluss der Rheinischen Synode von 1980 – ein „Zeichen der
    Treue Gottes“.

    Die Kreissynode dankt allen, die sich in Deutschland gegen Antisemitismus in jedweder
    Form stark machen, die sich in Gemeinden, Schulen, Religionsgemeinschaften, Politik und
    Gesellschaft für Gerechtigkeit und Frieden in Israel und Palästina einsetzen, die nach
    friedlichen Wegen suchen und zu vermittelnder Kommunikation zwischen verschiedenen
    Standpunkten und Gruppierungen auch bei uns vor Ort beitragen.

    Die Kreissynode bittet ihre Gemeinden, in Gottesdiensten und Andachten, in
    Veranstaltungen und in ihrem Alltag die Situation der jüdischen Geschwister im Blick zu
    haben und für sie einzutreten.

    Als Kreissynode wissen wir uns gerufen, im Tun und Beten solidarisch zu sein und Not vor
    Gott zu bringen. Als Ausdruck dessen wollen wir bis auf weiteres freitagabends an
    mindestens einem Ort im Kirchenkreis gemeinsam für die Leidtragenden und für Frieden,
    für Schalom beten.

    Remscheid, 11.11.2023